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Was spricht für Bio-Kaffee?
09.09.2008
Ein Morgen ohne Kaffee ist für viele Menschen kaum noch vorstellbar. Ob ein Cappuccino zwischendurch, ein Espresso nach dem Essen - Kaffee ist uns sowohl selbstverständlich als auch Kultgetränk. Zu Bio-Kaffee sollten Sie greifen, wenn Sie auch etwas Gutes für die Umwelt und die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen tun wollen.
Die meisten Kaffeebohnen stammen aus Brasilien, Vietnam und Indonesien. Obwohl der Kaffee in den Läden für einen guten Preis verkauft wird, gelangt kaum ein Teil davon an die Arbeiter dort. Die Arbeitsverhältnisse sind oft erschreckend: Unterbezahlung, Hitze, Hunger, teilweise wird nicht einmal eine Unterkunft gestellt.
Die Kaffeeplantagen beanspruchen so viel Wasser, dass zahlreiche Bauern in der Umgebung umziehen müssen, da sie ihre Tiere nicht mehr tränken und die Felder nicht mehr bewässern können. Außerdem sind Kaffeeplantagen Monokulturen, was den häufigen Einsatz von Pestiziden erfordert. Dadurch wird die Bodenerosion gefördert und das Grundwasser vergiftet. Nach wenigen Jahren muss eine neue Plantage angelegt werden, da der Boden den Belastungen nicht lange standhält. Für neue Anbauflächen wird Regenwald gerodet, der Lebensraum unzähliger Arten von Tieren wird vernichtet. Negative Auswirkungen auf die Umwelt und auf das Klima folgen unweigerlich..
Mit Bio-Kaffee entscheiden Sie sich nicht nur für pestizid-freie Kaffeebohnen sondern auch für die faire Bezahlung der Kleinbauern und humane Arbeitsbedingungen auf den Plantagen. Zwar muss man ein wenig tiefer in die Geldbörse greifen, doch ist das eine Möglichkeit, etwas für die Umwelt zu tun, das sich langfristig für jeden von uns auszahlt. Das ist es doch wert, oder?
Autorin: Anabel Lindbüchl Foto: © chocolat01 / www.pixelio.de
Und hier haben wir einige Adressen gesammelt, wo Sie „guten“ Kaffee kaufen können:
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